Die IHK Würzburg-Schweinfurt begrüßt die heute von der Staatsregierung vorgestellten weiteren Lockerungen für die Wirtschaft.

„Der Handel ist jetzt frei von Flächenbeschränkung und es war höchste Zeit, dass endlich auch für Gastronomen und Hoteliers Klarheit und eine Perspektive geschaffen wurde“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Ralf Jahn. „Viel zu lange wusste die Branche nicht, wann wieder Gäste kommen dürfen, jetzt haben die Firmen hier wenigstens Planungssicherheit und können Ware einkaufen und die Personalplanung angehen.“

Der stufenweise Start ab 18. Mai sei ein wichtiger Schritt in Richtung Normalisierung, wenn auch unter Einschränkungen. „Hauptsache ist, dass die Betriebe erstmals nach Wochen wieder Umsatz machen können – je früher, desto besser“, so der IHK-Chef. Genauso, wie abhängig von der weiteren Entwicklung der Infektionszahlen eine Verschärfung der Beschränkungen möglich ist, sollten umgekehrt bei weiter rückläufigen Infektionszahlen auch frühzeitigere Erleichterungen möglich sein. Für die Hotellerie sei es bitter, nun noch drei Wochen aushalten zu müssen. „Aber wenigstens gibt es nun eine Perspektive für die rund 5.000 mainfränkischen Hotel- und Gastronomieunternehmen. Hoffen wir, dass viele Menschen ab Pfingsten „Urlaub in Franken“ beim Wort nehmen – schön genug ist es bei uns!“

Perspektive auch für Event- und Messebranche

Die IHK betont, dass die Gastronomen und Hoteliers die von der Staatsregierung vorgeschriebenen Abstands- und Hygieneregeln einhalten und äußerst verantwortungsvoll mit den Lockerungen umgehen werden. Jahn appelliert auch an die mainfränkischen Kommunen, bei den Regeln für die Außengastronomie Kulanz zu zeigen, etwa bei der Genehmigung etwaiger größerer Außenflächen.   Die IHK sieht zudem, dass es dringend auch für weitere Branchen einen ähnlichen Stufen-Plan braucht. „Im Event- und Cateringbereich, im Messe- und Veranstaltungsgeschäft sowie in der Freizeit- und Touristikwirtschaft fehlt derzeit noch eine Perspektive. Für zahlreiche Mitarbeiter und Unternehmer wird diese Krise immer existenzbedrohender“, warnt Jahn.

Als wichtige Hilfsmaßnahme für betroffene Unternehmen begrüßt die Wirtschaft das heute startende LfA-Programm für Schnellkredite. „Die LfA-Schnellkredite für Soloselbstständige und Kleinstunternehmen bis zu zehn Mitarbeitern sind eine wichtige Ergänzung der Soforthilfe-Zuschüsse und der bundesweiten KfW-Schnellkredite, die auf Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern beschränkt sind“, so Jahn. Die LfA-Schnellkredite haben eine Haftungsfreistellung zu 100 Prozent, so dass die zuständigen Hausbanken das Darlehen ohne umfassende Kreditprüfung ausbezahlen können.

Die IHK-Organisation setzt sich auch dafür ein, bei der bayerischen Soforthilfe zügig zum Abschluss aller Antragsverfahren zu kommen. Die heute von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger vorgestellte Zwischenbilanz von 250.000 beschiedenen Anträgen und ausbezahlten Hilfen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro stimme hoffnungsvoll, aber es häuften sich die Hinweise, dass auch die Bundessoforthilfe dringend schneller bearbeitet werden müsse.

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Radu Ferendino
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