IHK-Akademie Mittelfranken in Rothenburg: Was für Weinschmecker

Die IHK-Akademie Mittelfranken bietet an ihrem Standort in Rothenburg reichhaltige Weiterbildungsmöglichkeiten in der Gastronomiebranche an. Neben Küchenmeisterkursen erfreuen sich moderne Zertifikatslehrgänge wie der „Assistant Sommelier“ für Weinliebhaber regen Zulaufs. Nachhaltigkeit und Regionalität gehören zu den Grundpfeilern des Programms.

Ob Spargel, Karpfen oder Schäufele – der Mittelfranke mag es traditionell-deftig. In geselliger Runde lässt er sich seine kulinarischen Spezialitäten gern in heimeliger Biergartenatmosphäre bei einem kühlen Seidla schmecken. Während der Münchner die Weißwurst als Teil der eigenen kulturellen Identität schätzt, ist der Nürnberger stolz auf seine Drei im Weggla. Dabei zeichnet sich die fränkische Genusslandschaft weniger durch Extravaganz als durch Bodenständigkeit aus.

Facettenreiches Gastroangebot

So sehr die fränkische Küche in der Region verwurzelt ist, so sehr braucht es gut ausgebildete Fachkräfte, die dieses Erbe einerseits bewahren und andererseits stetig weiterentwickeln. Die IHK-Akademie Mittelfranken begegnet am Standort Rothenburg der Nachfrage nach gastronomischem Know-how mit einem vielfältigen Weiterbildungsangebot. Im ehemaligen Gastronomischen Berufsbildungszentrum werden seit mehr als 30 Jahren neue Generationen von Küchen- und Restaurantmeistern, Diätköchen sowie Miniköchen ausgebildet. Der Zertifikatslehrgang „Vegetarische und vegane Küche“ knüpft mit seinen Inhalten an die wachsende Bedeutung bewusster, nachhaltiger und gesunder Ernährung an. Er vermittelt unter anderem Wissen und Fähigkeiten zur Zubereitung fleischloser Mahlzeiten.

Mit edlen Tropfen beschäftigen sich die Teilnehmer des Zertifikatslehrgangs „Assistant Sommelier“. Dabei tauchen sie nicht nur ein in Rebsortenkunde und Kellerwirtschaft. Auch die Sinne, vom Riechen bis hin zum Schmecken, werden beim Verkosten von echtem Frankenwein geschult. Der Kurs bietet somit ein multisensorisches Erlebnis.

Weißweinregion Mittelfranken

Wegen der räumlichen Nähe zur Mittelfränkischen Bocksbeutelstraße genießt das Thema Wein für die IHK-Akademie Mittelfranken am Standort Rothenburg besondere Beachtung. Die insgesamt rund 120 Kilometer langen Wege der Weinstraße führen vorbei an Mittelfrankens Weinbergen, die landschaftlich vom Süden des Steigerwalds über das Aischtal und Bad Windsheim bis etwa nach Rothenburg im Südwesten angesiedelt sind. Das Gebiet umfasst eine Rebfläche von 346 Hektar. Knapp 400 Weinbaubetriebe und acht Weinhoheiten teilen sich das traubenreiche Land. Die Mittelfränkische Bocksbeutelstraße bildet das am südlichsten gelegene Anbaugebiet des Frankenweins, der sonst überwiegend in der Region um Würzburg und am Main beheimatet ist.

Der Star unter den fränkischen Weinen ist zweifellos der Silvaner. Kein anderer kommt so fein, elegant und fruchtig daher wie der Weiße, der seit dem 17. Jahrhundert in Franken kultiviert wird. Weitere typische Sorten für die Region sind Müller-Thurgau und Bacchus. Auf gut 80 Prozent der fränkischen Rebflächen gedeiht Weißwein, der mit den fruchtbaren Keuperböden und warmen, sonnigen Sommertagen beste klimatische Bedingungen zum Reifen vorfindet. Die restlichen Flächen beherbergen Rotweinsorten wie den Spätburgunder, Domina und Tauberschwarz.

Fokus auf Nachhaltigkeit

Im Zentrum der gastronomischen Ausbildung an der IHK-Akademie Mittelfranken stehen Aspekte wie Nachhaltigkeit und Regionalität. So vermittelt der Kurs „Assistant Sommelier“ Kenntnisse über ökologischen Weinbau, bei dem zum Beispiel nur mit Humus gedüngt wird oder zum Schutz der natürlichen Biodiversität auf den Einsatz chemischer Stoffe bei der Schädlingsbekämpfung verzichtet wird. Ziel sämtlicher Bildungsangebote in Rothenburg ist es, die Teilnehmer für das eigene Handeln und dessen Auswirkungen auf die Umwelt zu sensibilisieren. Partner aus der heimischen Wirtschaft runden das Programm der IHK-Akademie ab.